Archiv

kann es denn Sünde sein?

Leute, ich muss hier mal kurz was beichten: Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich gestern eine Sünde begangen habe:
Ich habe mir gestern - weil es nichts im Fernsehen gab und man keinen Bock hatte sich mit mir zu treffen, mir also langweilig war - einen kompletten Film bei YouTube angeguckt! Ich weiß, das ist arm. Aber der Film war echt übelst lustig und ich denke ich lege ihn mir nun auch im Original an. Hat also positive Auswirkungen gehabt, trotzdem fühle ich mich schuldig die Filmindustrie oder wenigstens den Filmverleih hintergangen zu haben. Komisch, dass ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mir Raubkopien angucke, aber egal^^
Tja, und wenn meine eifrigen Leser nun unbedingt wissen wollen, was für einen genialen Film sich Jul mit solch pflichtbewusstem schlechtem Gewissen angeschaut hat, dann sag ich euch eins:
Nö, ich sags euch nicht, ratet doch, aber ihr kommt nie drauf Der ist echt saukomisch.
Beim nächsten DVD-Abend kommt er vielleicht in Aktion, wenn ich mich bis dahin durchgerungen habe einen Geldbetrag an Amazon zu überweisen.

Tja, mein Leben scheint von Außen betrachtet arm zu sein, wenn ich selbst sowas hier blogge, aber ich weiß doch, ihr wollt was Neues zum Lesen haben.. ihr seid doch nur auf kurzweilige Unterhaltung aus und ihr wollt euch an meinen Lastern laben, ihr Schweine! - Ich fühle mich so dreckig!

Haut rein! Eure Juhuul =)

8 Kommentare 3.9.06 12:19, kommentieren

damit sie immer schön zubeißen können!

ich weiß jetzt endlich was ich später mal machen will!!

------------>

nein, nein. ich kann ja kein Chemie^^


Übrigens habe ich jetzt mit meinem Selbstversuch gestartet (bzw. wurde gestartet, danke nils.. ^^).
Aber das ganze muss erst wachsen, deshalb hier nur die kurze Zwischennotiz:
Es fällt mir schwer immer zu lächeln, aber ich gebe mir Mühe Gespräche maßgeblich mitzugestalten, an denen ich mich früher nicht beteiligt hätte. Da geht noch was


naja, das wars erst mal so roughly speaking von mir, ich meld mich nachher bestimmt noch mal wieder =)

Ihre Sie grüßende Jul

4 Kommentare 4.9.06 17:50, kommentieren

... uund es gibt doch einen Gott!

Juchu, der böse Sommer hat sich nicht mit dem gemeinen Winter zu einem duo infernale (schreibt man das so?!) zusammengeschlossen um Jul's aller, aller, aller Lieblingsjahreszeit, den wunderschönen Frühherbst auszuschließen, zu vernichten, auszulöschen!
Nicht etwa gleich von der ekelhaften Hitze in den kalten verregneten Schneesturm geworfen werden, sondern das gleißend warme orangene Licht der extraordinär schönen Frühherbsttage genießen:
Dafür lebe ich doch!
Wenn die Blätter der Bäume gelb, orange, braun werden, die Gänse nach Süden ziehen, die Sonne lange braucht um unterzugehen, die Wiesen das letzte Mal gemäht werden und man sich über jeden einzelnen warmen Sonnenstrahl freut - dann weiß man doch, dass man lebt!
Und Jul wird romantisch zu dieser Zeit,
starrt wie benommen Bäume an, schaut verträumt Flugvögeln hinterher, fotografiert wie besessen Sonnenuntergänge und ist leicht melancholisch gestimmt.
Nur schon mal als Vorwarnung.
Altweibersommer, ich komme!


ps: Es gibt übrigens doch keinen Gott, ich wollte nur einen reisserischen Einstieg in den sonst für euch verharmten, materiellen und absolut unromantischen Menschen langweiligen und unverständlichen Eintrag schaffen.
Also tut mir leid, wenn ich für 2 Minuten euer atheistisches Weltbild ins Schwanken gebracht habe.
Der nächste Eintrag wird wieder gefühlskalt, ironisch und eisenhart. Versprochen

~ Eure kleine Jul von nebenan ~

2 Kommentare 6.9.06 17:39, kommentieren

Das 'omg'-Abenteuer

eine abenteuerliche Begebenheit, erlebt von 'Jul'

Gestern war ich wie jeden Mittwoch abend beim Badmintontraining der 1. Jugend unseres Vereins in der großen Rothensteinhalle.
Da wir nur 4 bis 8 Felder brauchen, und auf der anderen Seite andere Sportarten ausgeführt werden können, wird mitten durch die Halle eine Abtrennung (ein riesiges Rollo) heruntergelassen. Wir sind also auf der linken Seite, eine russische Jugend-Volleyball-Mannschaft auf der anderen.
Wie jeden Mittwoch fing unser Training um 20 Uhr an und es schien wieder ewig zu dauern, bis unser Trainer uns gehen ließ. Nach 3 anstrengenden Übungen hatte ich bereits meine komplette Motivation verloren und wollte die unendlichen Qualen beenden. Doch immer wieder mussten wir neue Übungen machen und die kleine, in einem bestimmten Zeittakt piepende Butterbrotdose brachte uns an die Grenzen unserer Kondition. Als ich dann ein Spiel gegen meine mir sonst unterlegenden Mannschaftskameradin verlor, weil ich einfach keine Muße hatte, meine Beine zu bewegen, war ich froh, denn es war bereits Viertel vir 10.
Doch wieder zog unser masochistischer Trainer die Butterbrotdose mit dem Gerät des Teufels hervor, und es hieß: "Konditionstraining!"
"Scheiße, nein!" war die einhellige Antwort und meine Teamkollegin Nina machte sich schon unter einem Vorwand davon, morgen eine Klausur schreiben zu müssen (Was nicht stimmte!^^).
Ich war so fertig und wütend auf meinen Trainer, dass ich einfach mit ihr aus der Halle gegangen bin, mir ein frisches T-Shirt überwarf und mich draußen auf die Steintreppe neben den Eingang gesetzt habe. Sollten die anderen doch schnaufend umkippen, ich war völlig kaputt.
So spät abends liege ich ja normalerweise schon fast im Bett.
Naja, ich betrachtete jedenfalls den wunderschönen kreisrunden Vollmond und wartete auf meinen Fahrer Laslo, sowie auf Dario, Jeff und Jonny, die drinnen noch schwitzten.

Plötzlich öffnet sich die Tür und 2 russische Volleyballspielerinnen kamen heraus, zündeten sich erstmal ne Zigarette an und riefen sich russische Wörter zu. Dann kamen sie auf mich zu.
Ganz cool blieb ich sitzen, tat so als beachtete ich sie nicht.
Dann setzte sich eine plötzlich direkt über mich auf die Steintreppe und die andere stellte sich neben mich. In diesem Moment kamen noch etwa 5 russische Sportlerinnen, allesamt topmodisch gekleidet, blondierte Haare, perfekt geschminkt, Jogginghose und Zigarette an.
Sie gesellten sich zu ihren ehemals sowjetischen Freundinnen und Jul sitzt regungslos mittendrin. Ich dachte mir nur: 'omg.'
Ich wurde jedenfalls nicht besonders beachtet, es wurde geredet, gelästert und gelacht. Und ich musste mich zwingen nichts zu sagen.
Dann kam eine Mannschaftskollegin von MIR aus der Ausgangstür und meine neuen Freundinnen riefen ihr gleich freundlich hinterher: "Jo, jetzt verpissen sich die Schlampen endlich!"
- 'Omg!'
Ich saß weiterhin zwischen den sympathischen Hauptschülerinnen, ganz cool, einfach da, ohne mich zu bewegen.
Dann kam eine weitere von ihnen aus der Halle, verabschiedete sich von allen anderen, Bussi links, Bussi rechts. Jul sitz immer noch ganz lässig dazwischen.
Dann auf einmal beugt sie sich zu mir runter, sagt "Tschau!" zu mir, und bemerkt im letzten Moment Gott sei Dank noch: "Oh, dich kenn ich ja gar nicht."
Jul denkt sich nur: 'omg.'
Dann kam nur noch ein "Das kann sich ja ändern!" von hinten, Gelächter, Jul lacht mit und sagt ihr mitlachend:"Tschüß!"
Nun kamen auch die süßen Russenboys aus der Halle, alle Mädchen ihnen natürlich hinterher und ich war wieder alleine auf der Treppe.
Ein blog-würdiges Erlebnis, möchte ich es mal nennen.

und ich sag nur noch:
о мой бог!^^
см. вас скоро! Позаботьтесь!
Июль

2 Kommentare 7.9.06 14:16, kommentieren

Mein Leben ist ein langer ruhiger Fluss

Ich möchte an dieser Stelle mal meinen Schicksal, Chi, Karma, Zufall oder im Zweifelsfall auch Gott danken, dass es mir gerade so gar nicht schlecht geht, ich keine ernsteren Probleme als sonst habe und dass ich weiß, es gibt Menschen, denen ich 100%ig vertrauen kann.
Wenn ich mal so eben überschlage und zurück blicke, muss ich sagen, es gab erst 2 oder 3 mal so eine Zeit, in der es mir echt richtig total scheiße ging. Ich weiß aber von anderen, dass sie so zu sagen permanent unglücklich sind, immer an schlimmen Probleme zu knabbern haben und manchmal sogar keine Freude mehr an Leben haben.

Jetzt frag ich mich aber: Was mache ich anders als diese anderen?
Ich finde, ich mache gar nichts, es passiert einfach. Ich gleite so durchs leben, nehme die Dinge so wie sie kommen und mit den ganz großen Problemen hatte ich es bis jetzt noch nicht zu tun. Oder doch? Und ich habs bis jetzt nur übersehen?
Ich mein, es gibt schon Sachen, über die ich mir einen Kopf mache, aber vor allem denke ich über die Probleme anderer nach.
Wenn ichs drauf anlegen wollte, könnte ich mein ganzes Leben schwarz sehen, mich in eine Identitätskrise schieben und alles mögliche hinterfragen.

Aber ich hab irgendwie einen Abwehrmechanismus entwickelt. Ich lasse nur ganz ganz wenige Leute an mich dran, die mich verletzen könnten und die sind natürlich sorgsam ausgesucht und geprüft. Ich glaube das und meine Familie, das macht meine Problemlosigkeit aus.
Und das find ich klasse. Auch wenn ich so nicht überall ankomme, weiß ich, dass es weiter geht.

Ich werde deshalb meinen Selbstversuch abbrechen. Ich werde zwar ab jetzt zu allen netter sein, aber ich glaube, man kommt nur wirklich weiter im Leben, wenn man sich selbst kennt, schätzt und man selbst bleibt. Alles andere ist Unsinn. Du kannst nicht von allen gemocht werden, das bringt nur Probleme über Probleme und dir letztenendes nichts.
Mach dir deine eigene Taktik.

Ich weiß, irgendwann mal werde auch ich vor irgendeinem Trümmerhaufen stehen. Aber das wird hoffentlich noch dauern. Ich genieße das Hier und Jetzt.
Und auch wenn es soweit ist, weiß ich doch immer noch:
Alles wird gut! Immer!



Hakuna matata, eure Jul

3 Kommentare 10.9.06 18:32, kommentieren

doku-news

Hallo meine Lieben =)

Heute habe ich mal wieder News über die bevorstehende Fernsehdokumentation über meine Uroma zu berichten - auch wenn diese nicht ganz so gut sind.

Also: Bereits vor ein paar Wochen war der Redakteur von ZDF mal wieder bei uns und hat sich mit meinem Vater und mir alt, nun digitalisierte, Schwarz-Weiß-Filme von 1932-36 angesehen. Ich habe zwar nur einen Teil angucken können, und es war alles ohne Ton, aber es war echt interessant:
Ich habe meinen Opa auf seiner Farm gesehen als er erst 23 war, meine Uroma auf der Jagd und überhaupt so das Leben in Afrika damals:
Die sind da mit ganz alten rappeligen Autos durch die Steppe gepoltert, die Kinder sind alle mit Tieren ausgewachsen, haben z.B. mit einem Skunk gespielt^^ und irgendwie war da heile Welt, während es in Deutschland gerade ab ging.

Naja, aber nun zu den bittereren Nachrichten:
Es gibt zwei Bücher über meine Uroma:
1. Ein sehr gutes von ihr abgesegnetes biographisches Werk von einem bekannten Autoren namens v. Lettow-Vorbeck, von denen wir ungefähr 10 Exemplare im Schrank stehen haben und die zur Pflichtlektüre eines jeden Familienmitglieds gehört.
2. Ein vor 2 Jahren erschiender kitschiger Roman, die meinen Uropa als Volltrottel darstellt und meine Uroma als rassistische Deutsche, die mit jedem männlichen Wesen eine Affäre anfängt. Der Autor namens Rolf Ackermann muss ein echtes Arschloch sein und hat nicht einmal mit uns, der Familie, gesprochen und hat dubiose Quellen und keine Ahnung von gar nichts, auch nicht von der damaligen Geschichte. Das ist so ein Buch für Frauen in den Wechseljahren, die mal "Eine Frau in Afrika" gesehen haben und es unbedingt noch mal in "bah" lesen wollen.

Naja, dieser Arschlochautor wird jetzt höchstwahrscheinlich auch beim ZDF-Interview mitmischen - obwohl mein Vater dem ZDF-Mann gesagt hat, das Ackermann keine Ahnung hat.
Der Reporter meinte dann, der würde nicht mitmischen.
Jedoch haben wir heute erfahren, dass der Autor einen Beratervertag mit dem ZDF abgeschlossen hat. (Durch eine Mail, die an einen anderen Verwandten hgeschickt wurde, der die dann an uns gesndet hat. .. man is das kompliziert^^).
Jedenfalls ist mein Vater etwas sauer und ich finds auch kacke. Der Sack soll nicht die Reportage versauen!
Ich hoffe, das wird noch geklärt.

Tja, ich hoffe auch, dass ihr durchblickt, und wenns euch nicht interessiert ist es ja egal^^

2 Kommentare 13.9.06 19:03, kommentieren

Karteikärtchen Nr. 12

Und wieder hat mich der Schulunterricht eines wunderschönen Wortes bereichert:

"betrillern"
oder Fränkisch: 'betrrrilerrrn'





"Wenn sich dann die Larven verpuppen, werden sie wieder an den temperaturmäßig idealen Ort im Bau gebracht. Nach dem Schlupf werden nehmen sie am normalen Nahrungsaustausch im Bau teil. Durch „betrillern“ der Fühler wird die Nahrungsübergabe ausgelöst. Dies ist wichtig, da ja nicht alle Ameisen zur Nahrungssuche aus dem Bau hinaus können."


hmmm.. lecker! erinnert mich ein bisschen an kropfmilch^^ =)

1 Kommentar 14.9.06 20:30, kommentieren